Grund- und Mittelschule
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Seminar 35.2

Seminar 35.2 für das Lehramt an Mittelschulen im Landkreis FFB

Seminarleitung: Eva-Maria Gruber

 

Die Mittelschule Mammendorf ist die „Heimat-Schule“ des Seminars 35.2.

Sie ist gleichzeitig die „Stammschule“ der Seminarleitung.

 

Das Referendariat dauert 2 Jahre und die Lehramtsanwärter sind an drei Tagen an ihren „Einsatzschulen“  im Landkreis  (Link: https://schulamt-ffb.de/standorte/#Mittelschulen).

 

Das Seminar findet am Dienstag und Freitag statt,  im Regelfall von 7.45 bis 12.15 Uhr.

In Ausnahmefällen können Seminarveranstaltungen auch nachmittags oder ganztags stattfinden. Hierfür liegt jeweils ein „Zweimonatsprogramm“ vor, das die LAAs und Schulleitungen rechtzeitig über die Seminarveranstaltungen informiert. Seminarveranstaltungen finden an allen Schulen des Landkreises statt, wir sind also sehr viel unterwegs. Immer wieder finden die Seminartage aber auch in Mammendorf statt. Hier ist auch unsere „Seminarbibliothek“ stationiert und hier sind wir  „zu Hause“.

 

Was wird im Seminar gemacht?

 

  • Die Ausbildungsinhalte basieren auf der „ZALGM“, der Zulassungs- und Ausbildungsordnung für das Lehramt an Grund- und Mittelschulen *
  • Wir sehen uns sehr viel Unterricht an und besprechen diesen im Anschluss gemeinsam im Seminar.  Wir hospitieren sowohl bei erfahrenen Lehrkräften, als auch bei den „BUVs“ der Lehramtsanwärter („LAA“), sowohl im ersten, also auch im zweiten Jahr.
  • Jeder LAA muss im Laufe des Referendariats vier Besondere Unterrichts Vorbereitungen abgeben und diesen Unterricht dann auch zeigen. Eine BUV umfasst eine „Einzel-BUV“ im Hauptfach und eine „Doppel-BUV“ in je zwei Didaktikfächern, also insgesamt 3 Unterrichtsstunden. Diese finden im Regelfall an zwei verschiedenen Tagen statt.
  • Didaktik, Methodik, Pädagogik, Gesprächsführung, Beratung und vieles mehr sind die Themen, die an den Seminartagen aufgegriffen werden. Auch Schulrecht ist ein wichtiges Thema. Staatsbürgerliche Bildung fließt ebenfalls in die Seminarausbildung mit ein, wobei hier ein solides Grundwissen der Lehramtsanwärter vorausgesetzt wird, was im zweiten Staatsexamen auch noch einmal abgeprüft wird.*
  • Das selbstständige Arbeiten und die individuelle Professionalisierung auf einer eigenständigen und selbstverantwortlichen Basis wird grundsätzlich von den Lehramtsanwärtern erwartet.
  • Die Seminarinhalte richten sich auch nach den Fächerschwerpunkten der LAAs und den besonderen Kenntnissen und Fähigkeiten der Teilnehmer, denn eine aktive Teilnahme und eine intensive und engagierte Mitgestaltung des Seminarprogramms bereichern die Ausbildung auf besondere Weise.
  • Wir besprechen auch immer wieder Problemsituationen oder Sorgen mit Schülern oder Eltern, so dass wir gemeinsam Lösungsansätze suchen und uns auch kollegial beraten.
Das Seminar soll auch Spaß machen und die Freude an diesem schönen Beruf darf geteilt werden. Ein nettes Seminar, das sich gut versteht und zusammenhält ist eine unglaublich wertvolle und sehr gewinnbringende Sache. Nette,  aufgeschlossene, fröhliche und engagierte Kolleginnen und Kollegen sind uns also sehr willkommen und wir freuen uns, wenn im neuen Schuljahr die neuen „Ersties“ dazu stoßen.
  • Das Seminar soll vor allem auch Halt und Stütze sein, Austausch ermöglichen und ein gemeinsames Wachsen begleiten. Die „Zweities“ helfen und unterstützen die „Ersties“.

 

Die schriftliche Hausarbeit

 

Um das zweite Staatsexamen zu erhalten muss im ersten Ausbildungsjahr eine schriftliche Hausarbeit verfasst werden. Sie umfasst 25 Seiten und basiert auf einem Projekt oder einer Unterrichtssequenz. Das  beschriebene Vorhaben muss praktisch durchgeführt werden. Hier sind alle möglichen Themen und gerne auch „Steckenpferde“ der LAAs erlaubt und erwünscht. Ausprobieren, mutig  und kreativ sein, Schüler und Schülerinnen motivieren und begeistern – das alles darf im Rahmen der Hausarbeit sein. Das genaue Prozedere wird ausführlich im Seminar besprochen. Die Note dieser Arbeit fließt in die Endnote mit ein.*

 

Wie sehen die Prüfungen am Ende des zweiten Jahres aus?

 

Der Prüfungszeitraum ist recht lange:  Er dauert  von Ende Januar bis zu den Pfingstferien .

 

  1. Ab Januar laufen die Lehrproben: Zunächst die Einzel-Lehrprobe und frühestens drei Wochen später die Doppel-Lehrprobe. Der Termin wird drei Wochen vor der jeweiligen Prüfung vom Schulamt bekannt gegeben.
  2. Das Kolloquium (eine mündliche Pädagogik-Prüfung) findet in der Woche nach den Osterferien statt. Sie dauert ca. eine Stunde und findet derzeit an der Mittelschule in Penzberg statt.
  3. Die mündlichen Prüfungen (1. Hauptfach, 2. Didaktikfächer, 3. in Kombination: Schulrecht/ Staatsbürgerliche Bildung – je 20 Minuten. Ein Tag in den Pfingstferien)
  4. Die Seminarnote wird vom Seminarleiter erteilt und sie entsteht im Verlauf der beiden Jahre. Hier fließen die Gutachten der Betreuungslehrer und Schulleitermit ein und sehr viele weitere  Aspekte: Das Engagement an den Einsatzschulen und im Seminar, die Unterrichtsvorbereitungen, das erziehliche Verhalten, die Weiterentwicklung und die schrittweise Professionalisierung, das Führen des Schriftwesens und vieles, vieles mehr.

 

Die Seminarleitung:

 

Frau Gruber leitet das Mittelschul-Seminar des Landkreises seit September 2017. Vorher war sie als Seminarleiterin in München Stadt eingesetzt und zuvor als Schulleiterin im Landkreis Bad Tölz. Eine gute Seminar-Atmosphäre, der ganzheitliche Blick auf die Kinder, eine intensive kollegiale Zusammenarbeit und ein gutes Quentchen Humor und Freude sind ihr wichtig. „Die zwei Jahre sollen Freude machen und bereichern, auch wenn ich weiß, dass es viel Arbeit ist – Leben, Freundschaften und viel Heiterkeit erleichtern aber alles – von daher hoffe ich immer auf eine fröhliche und unkomplizierte LAA-Gruppe, die trotzdem  ihre Arbeit macht und bei Zeiten auch fleißig anpacken kann. Gemeinsam lachen und sich auch mal gemeinsam ärgern oder durchkämpfen – alles gehört dazu. Fast wie im richtigen Leben. Seminarleitung ist eine besonders schöne  Aufgabe und ich durfte und darf ganz wunderbaren und einzigartigen Menschen begegnen und sie auf dem Weg ins Lehramt begleiten. So ein Glück.  (Kontakt: eva_maria.gruber@gmx.de)

 

* Links:

ZALGM http://www.gesetze-bayern.de/Content/Document/BayZALGH-16?AspxAutoDetectCookieSupport=1

LPO II: http://www.gesetze-bayern.de/Content/Document/BayLPO_II-G2

Kurzübersicht zur ZALGM § 16  (PDF)

Diagramm:  Note 2. Staatsexamen (jpg: UK= Unterrichtskompetenz, EK= Erziehungskompetenz, HSK= Handlungs- und Sachkompetenz)